Bilderzyklus "Japan Dream"

In diesem Zykus beschäftigt sich Oliver Orthuber mit Wahrnehmungen aus dem Grenzbereich der luziden Träume. Der Umstand, dass die Umgebung und der eigene Körper im Klartraum so realistisch wirken wie die Umgebung und der eigene Körper im Wachzustand, ruft gewöhnlicherweise den Wunsch einer klaren Abgrenzung dieser beiden Welten.

Im Wachzustand bildet sich aus den verschiedenen Sinneseindrücken die phänomenale Welt, verstanden als Abbild der physischen Welt. Aus Bewegungsabsichten werden gewünschte Bewegungen in korrespondierende Bewegungen des Körpers umgesetzt. Diese Bewegungen werden wiederum über die Sinne zum psychophyischen Niveau zurückgemeldet. Zwischen physischer und phänomenaler Welt wird hierdurch ein sogenannter sensomotorischer Regelkreis etabliert. Im Traumzustand wird dieser Regelkreis aufgebrochen. Die phänomenale Welt ist nicht länger Abbild der physischen Welt. Bewegungsabsichten werden dann auch nicht mehr in korrespondierende Bewegungen des physischen Körpers umgesetzt.

Der Ursprung dieser malerischen Untersuchung zu diesem Thema war ein Traum von Japan.

Bilder Zyklus "Copy/Sample/Remix" :

In diesem Zyklus beschäftigt sich Oliver Orthuber in unterschiedlichen Medien mit dem Thema des Kopierens und der Wiederholung, beeinflusst von dem philosophischen Werk Gilles Deleuze besonders hervorgehoben das Buch „Differenz und Wiederholung“ und dem Philosophen Henri Bergson.
Dies geht von Übermalungen, Kopiermethoden, Collagen über Schnitttechniken und anderen Zusammensetzungen zur Erschaffung des neues Kunstwerkes.
 
Oliver Orthubers Arbeiten bewegen sich häufig im Spannungsfeld der experimentellen visuellen und auditiven Wahrnehmung. Er bedient sich einer dekonstruktivistischen Formensprache im Geiste des abstrakten experimentellen Films nutzt dabei seine selbst entwickelte Arbeitsweise des „Material Shocking“. Durch Kopieren, Sampeln, Remixen und die serielle, teils dem Zufall
geschuldete Zusammensetzung entstehen seine Werke in einem intertextuellen Kontext.

Bilderzyklus "Friedrich Nietzsche - Vom Nutzen und Nachteil der Historie für das Leben":

Dieser Zyklus liegt dem Werk aus den unzeitgemäßen Betrachtungen von Friedrich Nietzsche ("Vom Nutzen und Nachteil der Historie für das Leben") zugrunde und umfässt 173 Werke.

Nietzsche stellt in seiner Schrift Leben und Historie gegenüber und geht davon aus, dass die Historie oder das Betreiben von Historie dem Leben sowohl nützen als auch schaden kann. Obwohl er den Gefahren der Historie mehr Aufmerksamkeit als ihrem Nutzen widmet, fordert er nicht etwa eine Entscheidung zwischen dem Leben und der Historie, sondern strebt eine Art Synthese oder Balance zwischen widerstreitenden Kräften an.

Hier interessiert mich gerade im Widerstreit von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, letzlich der "Hiroshima Mon Amour-Effekt" 二十四時間の情事.

Bilderzyklus "Entropische Welten"

 Der Begriff Entropie (griechisches Kunstwort: ἐντροπία entropía, aus εν- en- ‚ein-‘, ‚in-‘ und τροπή tropē ‚Wendung‘, ‚Umwandlung‘) hat mehrere Bedeutungen. Im Zyklus "Entropische Welten" greife ich zugleich die Begrifflichkeit aus der Informationstheorie, Mathematik und Physik auf. Ich konzipiere ein Kunstwerk und zerschneide es anschließend anhand eines zufälligen Rasters in einzelne Bestandteile. Das ursprüngliche Kunstwerk zerfällt in kleinere Kunstwerke und jedes durch diesen Prozeß neu gewonnene Bild wird Bestandteil des Zyklus „Entropische Welten“. Diese umgestalteten Bilder liegen einer Zufallsvariablen (Mathematik) zugrunde, leiden unter einem Informationsmangel (Informationstheorie) und folgen dem Prinzip der Umwandlung (Physik). 

 

The term entropy (Greek word art: ἐντροπία Entropia, from εν-en-a-'in-' and τροπή trope, turn ',' conversion ') has several meanings. In the cycle, "Entropic Worlds" I use at the same time the concepts from information theory, mathematics and physics. I design an artwork, slashing it then by random grid into individual components. The original art work is divided into smaller pieces and each newly Painting gained through this process is part of the cycle "Entropic Worlds". This new designed images based on a random variable (mathematics) suffer from a lack of information (information theory) and follow the principle of converting (Physics).

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© Oliver Orthuber